Darstellung der Neuraltherapie mit Injektion im naturheilkundlichen Kontext

Was bedeutet Neuraltherapie?


Unser Körper ist wie eine Stadt mit vielen Straßen und Verkehrswegen.
Manchmal gibt es Staus oder Baustellen, die den Verkehr blockieren und
Schmerzen oder andere Probleme verursachen. Die Neuraltherapie ist wie
ein Spezialteam, das an den richtigen Stellen eingreift, um den
Verkehrsfluss wieder in Gang zu bringen.


Bei der Neuraltherapie werden kleine Mengen eines Betäubungsmittels, wie bei einer lokalen Betäubung beim Zahnarzt, an bestimmten Punkten in den Körper gespritzt.
Diese Punkte können Stellen sein, die wehtun, oder auch andere Orte, die
mit den Schmerzen oder Beschwerden verbunden sind.

Warum hilft manchmal schon der reine Nadelstich?

Kleine Weckrufe für den Körper: Der Nadelstich ist wie ein kleiner Weckruf für den Körper. Er setzt eine Mini-Verletzung, die den Körper dazu bringt,
Reparaturprozesse zu starten.

Knoten lösen: Manchmal haben wir in unseren Muskeln Knoten, die sehr weh tun. Diese Knoten nennt man Triggerpunkte. Wenn die Nadel genau in einen solchen Punkt sticht, kann das den Knoten auflösen und der Muskel entspannt sich wieder.

Schmerzsignale umleiten: Unsere Nerven sind wie Kabel, die Signale durchs ganze Haus schicken. Wenn die Nadel sticht, kann sie diese Signale kurz
unterbrechen oder verändern, so dass die Schmerzsignale nicht mehr so
stark wahrgenommen werden.

Körperliche Reaktion: Der Nadelstich kann auch eine Reaktion auslösen, bei der der Körper natürliche „Schmerzmittel“ freisetzt. Diese heißen Endorphine und machen uns „glücklicher“ und weniger empfindlich für Schmerzen.

Die Neuraltherapie zeigt, wie erstaunlich unser Körper ist und wie kleine Eingriffe große Wirkungen haben können.


Darstellung der Ameisensäure mit Ameise auf grünem Blatt

Ameisensäure in der Naturheilkunde

– ein besonderer Reiz mit Wirkung

Ameisensäure ist eine besondere Substanz – nicht wegen ihrer Herkunft, sondern wegen ihrer Wirkung im Körper:
Sie gehört zu den sogenannten Umstimmungsmitteln – natürliche Reizstoffen,
die helfen können, den Körper zu regulieren und seine Selbstheilung zu
aktivieren.

In der naturheilkundlichen Praxis wird sie vor allem im Zusammenhang mit dem Bindegewebe und dem sogenannten Pischinger-Raum betrachtet – also
dem feinen Zwischenzellraum, in dem sich Stoffwechsel, Regulation und Entgiftung abspielen.

Man nennt sie deshalb auch gerne den "Besen für das Bindegewebe", weil sie den Lymphfluss anregen und die Durchblutung verbessern kann – eine Art Reinigungsimpuls für den Körper.

Und keine Sorge:
Es muss keine Ameise dafür sterben. Die in der Natur vorkommende Ameisensäure wird heute für therapeutische Zwecke in reiner Form im Labor nachgebildet – ohne tierisches Leid.Ganz nach dem Motto "Inspiriert von der Natur – aber ganz ohne Schaden an ihr."


Darstellung der Ohrakupunktur mit Fokus auf Reflexzonen des Ohres

Was versteht man unter Ohrakupunktur?

Ohrakupunktur ist eine alternative medizinische Praxis, die auf der
Annahme basiert, dass das Ohr eine reflektorische Verbindung zu
verschiedenen Organen und Körperteilen hat. Diese Praxis, auch als
Aurikulotherapie oder Aurikulomedizin bekannt, wurde in den 1950er
Jahren von dem französischen Arzt Dr. Paul Nogier entwickelt.

Die Ohrakupunktur beruht auf dem Konzept, dass bestimmte Punkte auf der Ohrmuschel, die als Akupunkturpunkte" bezeichnet werden, Stimulationen des Nervensystems und des Energieflusses im Körper bewirken. Durch das Setzen von Nadeln, Druckausübung oder andere Stimulationsmethoden an
diesen Punkten wird versucht, das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen und Beschwerden zu lindern. Auch mittels Injektion
wird in Ohrpunkte appliziert, bei Interesse können Heilpraktiker bei uns Therapiekonzepte anfordern!

Die Anwendungsbereiche der Ohrakupunktur sind vielfältig und umfassen die Behandlung von Schmerzen, Stress, Schlafstörungen, Verdauungsproblemen und anderen gesundheitlichen Beschwerden. Die Ohrakupunktur wird von der konventionellen Medizin oft als ergänzende oder alternative Therapie
betrachtet. Wie bei allen ehandlungsmethoden ist es wichtig, dass Patienten sich von einem qualifizierten Praktiker beraten lassen.



Mistelzweig mit weißen Beeren, Darstellung der Misteltherapie

Misteltherapie bei Gelenkbeschwerden

Ist die Mistel das Erfolgsgeheimnis für gesunde Gelenke? Haben Sie schon
einmal von der Mistelinjektion als lokale Reiztherapie gehört? Wenn man
Viscum album (Mistel) als Injektion verabreicht, passiert Folgendes: Es
regt die Bildung neuer elastischer Fasern im Bindegewebe des Gelenks an.
Dadurch wird sozusagen das alte Gewebe verjüngt. Das geschieht, weil
die Mistel vorübergehend eine örtliche Entzündung im Gelenk auslöst.
Danach zeigt sich, dass mehr kleine Blutgefäße entstehen und sich die
Struktur der kollagenen und elastischen Fasern ändert. Da die Mistel
auch das umliegende Bindegewebe beeinflusst und sogar tiefer liegende
Gewebeschichten über die Haut erreicht, kann diese Behandlung vielen
Patienten helfen, bei denen herkömmliche Therapien nicht anschlagen.
Solltest Sie also unter Gelenkbeschwerden leiden, wäre das eine mögliche
Option für Sie. Lassen Sie sich hierzu von einem naturheilkundlichen
Therapeuten beraten.


Darstellung der Homöosiniatrie mit Injektion und naturheilkundlichem Bezug

Was versteht man unter Homöosiniatrie

Eine Injektion mit einem homöopathischen Mittel in den
Akupunkturpunkt – das ist die Bedeutung des Wortes Homöosiniatrie!
Die Bezeichnung „Homöosiniatrie“ setzt sich aus 3 verschiedenen Begriffen zusammen:

  • Homöo" von Homöopathie, weil homöpathische Einzel-und Komplexmittel eingesetzt werden
  • Sin" von Sinologie (Chinakunde), weil das
    Behandlungskonzept der Akupunktur genutzt wird, das aus der
    Traditonellen Chinesischen Medizin stammt,
  • und „Iatros", dem griechischen Begriff für Arzt.

Kurz gesagt, werden bei der Homöosiniatrie homöopathische Mittel in genau definierte Akupunkturpunkte injiziert: man spricht deshalb auch
von einer Injektionsakupunktur.

Akupunktur und Homöopathie verstärken sich gegenseitig

Wesentliche Grundlage der Therapie sind die Forschungen des deutschen Homöopathen und  Arztes August Weihe (1840-1896). Er beschrieb 1886, dass nach der Einnahme bestimmter homöopathischer Mittel manche Hautareale empfindlich auf Druck eagieren würden. Diese Hautareale bezeichnet man als Weihesche Druckpunkte: wenn man nun das homöopathische Mittel verabreicht, das die Druckempfindlichkeit ausgelöst hat, kann man gute Behandlungserfolge auch an weiter entfernt liegenden Organen erzielen. Die Erklärung dafür ist, dass das empfindliche Hautareal über die  Rückenmarksnerven mit  bestimmten
Organen verbunden ist. Die Feststellung, welche Hautabschnitte empfindlich reagieren, ist  sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie nutzbar. August Weihe kannte die Akupunktur als Therapiemethode nicht.

Der französische Arzt Roger de la Fuye (1890-1961) entwickelte das Konzept der Weiheschen Druckpunkte weiter. Er erkannte, dass hinter den empfindlichen Druckpunkten nach Weihe und den ausgewählten Akupunkturpunkten, die bei vielen Patienten ebenfalls druckempfindlich sind, ein ähnlicher Wirkmechanismus steckt. So hat die westliche Medizin unabhängig von der Traditionellen Chinesischen Medizin die Fernwirkung auf innere Organe durch äußerliche Einwirkung auf bestimmte Hautpunkte entdeckt. De la Fuye setzte an den geeigneten Punkten Akupunkturnadeln und verabreichte zusätzlich noch das entsprechende Homöopathikum  zum Einnehmen. So erzielte er erstaunliche Behandlungserfolge, denn die beiden Heilmethoden ergänzen und verstärken sich gegenseitig.  In der modernen Homöosiniatrie werden die Wirkstoffe mit feinen Injektionsnadeln direkt in die Akupunkturpunkte injiziert, aber auch in entsprechende Organreflexzonen  Narbenstörfelder und Triggerpunkte.
Triggerpunkte sind örtlich begrenzte Verhärtungen der Skelettmuskulatur, die als Knoten oder Strang fühlbar sind und viele Beschwerden auslösen, oft auch übertragene Schmerzen an weiter entfernt liegenden inneren Organen.

Durch die Homöosiniatrie wird eine dreifache Wirkung erzielt: erstens wirkt das homöopathische Medikament, zweitens wird durch den Einstich
eine Fernwirkung erzielt und drittens wird am Akupunkturpunkt ein „Wirkstoffdepot“ aufgebaut, das die Wirkung der Akupunktur verlängert.

Das sind die Hauptanwendungsgebiete der Homöosiniatrie:
  • Gelenkerkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Reizmagen und Reizdarm
  • Menstruationsbeschwerden
  • Herzschwäche, Angina pectoris
  • Verdauungsbeschwerden, v. a. Störungen von Leber und Galle
  • Entzündungen und Infektionskrankheiten
  • Erschöpfungszustände,depressive Verstimmungen
  • Allergien

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder –behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.


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