Fühlen Sie sich häufig müde, frieren schnell oder sind ungewöhnlich unruhig? Dann könnte auch Ihre Schilddrüse eine Rolle spielen.
Das kleine, schmetterlingsförmige Organ sitzt unterhalb des Kehlkopfes. Obwohl es nur wenige Zentimeter groß ist, beeinflusst es mit seinen Hormonen zahlreiche Vorgänge im Körper.
Was macht die Schilddrüse?
Die Schilddrüsenhormone wirken unter anderem auf:
- Stoffwechsel und Gewicht: Sie beeinflussen, wie viel Energie der Körper verbraucht.
- Herz und Kreislauf: Sie wirken auf Herzschlag und Blutdruck.
- Nerven und Psyche: Auch Konzentration, Antrieb und Stimmung können von der Schilddrüse beeinflusst werden.
- Zyklus und Kinderwunsch: Eine gestörte Schilddrüsenfunktion kann sich auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft auswirken.
Schilddrüsenunterfunktion oder Überfunktion?
Produziert die Schilddrüse zu wenige Hormone, spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion. Typische Beschwerden können Müdigkeit, Frieren, Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme sein.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion bildet die Schilddrüse dagegen zu viele Hormone. Mögliche Anzeichen sind innere Unruhe, starkes Schwitzen, Gewichtsverlust, Herzrasen, Zittern oder Schlafprobleme.
Wichtig: Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Ob tatsächlich eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt, lässt sich nur durch eine ärztliche Untersuchung klären.
Häufige Schilddrüsenerkrankungen
Zu den häufigsten Veränderungen und Erkrankungen gehören:
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Schilddrüsenvergrößerung
Eine vergrößerte Schilddrüse wird als Struma oder umgangssprachlich als Kropf bezeichnet. Eine mögliche Ursache ist eine unzureichende Jodversorgung. -
Schilddrüsenknoten
Sogenannte heiße Knoten produzieren vermehrt Schilddrüsenhormone. Kalte Knoten sind weniger aktiv. Schilddrüsenknoten sollten ärztlich untersucht werden. -
Hashimoto-Thyreoiditis
Bei Hashimoto greift das Immunsystem Schilddrüsengewebe an. Die anhaltende Entzündung kann langfristig zu einer Unterfunktion führen. -
Morbus Basedow
Auch Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung. Dabei wird die Schilddrüse zu einer verstärkten Hormonproduktion angeregt. Häufig entsteht eine Überfunktion; bei einigen Betroffenen sind zusätzlich die Augen beteiligt.
Wann sollten Sie Ihre Schilddrüse untersuchen lassen?
Anhaltende Müdigkeit, starke Gewichtsveränderungen, Herzrasen, ungewöhnliches Frieren oder ein unerfüllter Kinderwunsch sollten ärztlich abgeklärt werden.
Und was können Sie selbst für Ihre Schilddrüse tun? Lesen Sie unseren 2. Teil zur Schilddrüse, hier geht es um Behandlungsmöglichkeiten, wichtige Nährstoffe und die Rolle der Verdauung.



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