Hitzeerschöpfung

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Bei hohen Außentemperaturen versucht der Körper, seine Innentemperatur durch Schwitzen zu regulieren. Dabei verliert er nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Elektrolyte wie Natrium und Kalium, die für zahlreiche Körperfunktionen benötigt werden.

Werden diese Flüssigkeits- und Elektrolytverluste nicht rechtzeitig ausgeglichen, kann es zu einer Hitzeerschöpfung kommen. Der Körper trocknet zunehmend aus, der Kreislauf wird belastet und die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Das kann nicht nur im Freien, sondern auch in überhitzten Innenräumen oder bei starker körperlicher Anstrengung passieren.

Mögliche Symptome

  • Schwindel und Kopfschmerzen
  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen
  • Blasse, kühle und schweißnasse Haut
  • Starkes Herzklopfen, Blutdruckabfall und Kreislaufschwäche
  • Atemnot
  • Muskelkrämpfe
  • Benommenheit, Verwirrtheit oder Ohnmacht

Wichtig: Die Hitzeerschöpfung kann die Vorstufe eines lebensbedrohlichen Hitzschlags sein und sollte deshalb ernst genommen und möglichst früh behandelt werden.

Wer ist besonders gefährdet?

  • Babys und Kleinkinder, da ihre Wärmeregulation noch nicht vollständig entwickelt ist
  • Ältere Menschen, deren Körper Wärme schlechter ausgleichen kann
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bettlägerige Menschen
  • Personen mit akuten Infekten oder anderen schweren Erkrankungen

Was tun bei Hitzeerschöpfung?

  • Bringen Sie die betroffene Person sofort an einen kühlen, schattigen Ort.
  • Lockern Sie einengende Kleidung.
  • Kühlen Sie Stirn, Nacken, Arme und Beine mit feuchten Tüchern.
  • Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, sollte sie ausreichend trinken – am besten Wasser oder elektrolythaltige Getränke.
  • Verschlechtern sich die Beschwerden oder tritt eine Bewusstseinsstörung auf, ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

Hitzeerschöpfung oder Sonnenstich?

Eine Hitzeerschöpfung kann zusammen mit einem Sonnenstich auftreten. Der Sonnenstich entsteht, wenn Kopf und Nacken über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dabei werden die Hirnhäute gereizt, was unter anderem zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Nackenbeschwerden führen kann.

So können Sie vorbeugen

  • Trinken Sie regelmäßig – am besten schon, bevor Durst entsteht.
  • Verzichten Sie möglichst auf Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke.
  • Halten Sie sich bevorzugt im Schatten oder in kühlen Innenräumen auf.
  • Tragen Sie eine helle Kopfbedeckung und luftige, atmungsaktive Kleidung.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen während der größten Hitze und planen Sie ausreichend Pausen ein.
  • Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere im geparkten Auto zurück – selbst bei mäßigen Außentemperaturen kann sich das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen

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